Hollywood ist ahnungslos in Sachen KI

Es ist kein Geheimnis, dass Technologie und Unterhaltung oft parallel verlaufen. Von der virtuellen Realität bis zur Blockchain - die neuesten Errungenschaften der Technik werden von Kreativen eifrig genutzt, um die Grenzen der menschlichen Vorstellungskraft und des künstlerischen Ausdrucks zu erweitern. Eine dieser Technologien, die Künstliche Intelligenz (KI), wird von Hollywood und dem Silicon Valley mit einer Mischung aus Begeisterung und Beklemmung aufgenommen.

Diese Woche hatte ich die einmalige Gelegenheit zu beobachten, wie groß die Kluft zwischen diesen beiden Fraktionen wirklich ist, wenn es um den Einsatz von KI im kreativen Bereich geht.

Der Schauplatz war der OpenAI DevDay, auf dem Sam Altman, der derzeitige CEO von OpenAI, auf der Bühne die neue Sora-App vorstellte. Altman präsentierte Sora enthusiastisch als einen Segen für die Ersteller von Inhalten - ein Tool, mit dem sie eine Reihe von KI-Videos manifestieren können, die sie nach eigenem Ermessen in ihre Projekte einbauen können.

Altman ist der Meinung, dass OpenAI zu vorsichtig ist. “Im Großen und Ganzen sind die Urheber und Rechteinhaber sehr begeistert von dem Potenzial dieser Technologie”, sagte Altman während einer Pressekonferenz in San Francisco, an der ich teilnahm.

Trotz Altmans Enthusiasmus blieb ein Hauch von Besorgnis zurück. Die Einführung von KI in die Inhaltserstellung wirft tiefgreifende ethische und rechtliche Fragen auf. Wem gehört ein von KI erstellter Inhalt? Darf die KI das Bildnis einer Person ohne deren ausdrückliche Zustimmung nachbilden? Diese und viele andere Fragen stoßen eine Debatte an, die zweifellos die Zukunft der KI bei der Erstellung von Inhalten prägen wird.

Wo stehen wir also? Auch wenn das Silicon Valley die technologischen Fähigkeiten und die unzähligen Möglichkeiten der KI zur Nutzung der Kreativität lobt, verspürt Hollywood ein gewisses Unbehagen. Den Missbrauch der Technologie zu verhindern und gleichzeitig ein Gleichgewicht zwischen Innovation und geistigen Eigentumsrechten zu finden, wird sicherlich eine Herkulesaufgabe sein. Die Zukunft der KI in der Unterhaltungsindustrie liegt an diesem heiklen Scheideweg zwischen technologischer Innovation und ethischer Verantwortung.

Die Integration von KI in die kreative Sphäre sorgt für eine spannende Geschichte, deren Ausgang alles andere als vorhersehbar ist. Auf diesem verschlungenen Pfad können wir zumindest sicher sein, dass die Verschmelzung von Kunst und Technologie einige wirklich revolutionäre Ideen im Bereich des Geschichtenerzählens und der Unterhaltung hervorbringen wird.

“Sind wir letztlich bereit für ein Zeitalter, in dem KI vielleicht einen menschlichen Akteur überflüssig machen oder das Konzept des geistigen Eigentums drastisch verändern könnte? Wir sind noch dabei, das herauszufinden. Eines ist sicher: Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende‘.’

Kredit: Der Originalartikel ist zu finden unter The Verge.

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