Der US-Senat ist besorgt über den zunehmenden Missbrauch fortgeschrittener Technologien zur Erstellung von nicht einvernehmlichen expliziten Inhalten und hat einen großen Schritt zur Entschärfung des Problems getan. Sie haben ein Gesetz verabschiedet die denjenigen helfen könnte, deren Bildnis ohne ihre Zustimmung zu expliziten Bildern - so genannten Deepfakes - manipuliert wurde, indem sie ihnen ein neues Instrument zur Verfügung stellt, um sich zu wehren.
Der Gesetzentwurf mit der Bezeichnung "Disrupt Explicit Forged Images and Non-Consensual Edits Act" (oder DEFIANCE Act) räumt den Opfern das Recht ein, diejenigen, die die anstößigen Bilder erstellt haben, auf Schadenersatz zu verklagen. Diese einstimmige Entscheidung - ohne Einwände oder das Erfordernis einer namentlichen Abstimmung - fand am Dienstag im Senat statt.
Sie haben das DEFIANCE-Gesetz entworfen, um die Bemühungen der Europäischen Kommission zu unterstützen. Take It Down Act vorher. Bei letzterem handelt es sich um ein Gesetz, das die Verbreitung intimer Bilder ohne Zustimmung, auch bekannt als "nonconsensual intimate images" (NCII), unter Strafe stellt. Dieses Gesetz verpflichtet auch soziale Medienplattformen dazu, solche Inhalte umgehend zu entfernen, wenn sie ihnen zur Kenntnis gebracht werden.
Die Deepfake-Technologie nutzt künstliche Intelligenz, um Bilder und Videos so zu verändern, dass sie authentisch erscheinen. Mithilfe dieser Technologie können Täter nicht einwilligungsfähige explizite Inhalte erstellen, indem sie pornografischem Material das Bildnis einer anderen Person aufzwingen. Die zunehmende Verbreitung dieses Missbrauchs hat erhebliche Bedenken in Bezug auf den Schutz der Privatsphäre, die Einwilligung und die Belästigung im Internet aufgeworfen.
Zwar gibt es bereits einige Gesetze zur Verurteilung von nicht einvernehmlichen intimen Bildern, doch das DEFIANCE-Gesetz geht noch einen Schritt weiter, indem es sich auf deepfake-generierte explizite Inhalte konzentriert und damit den technologischen Aspekt des Problems anerkennt. Die einstimmige Zustimmung des Senats zur Verabschiedung des DEFIANCE-Gesetzes zeigt die landesweite Dringlichkeit, dieses Problem zu bekämpfen.
Kritiker argumentieren, dass Gesetze wie das DEFIANCE-Gesetz ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Rechte des Einzelnen und der Wahrung der Redefreiheit und der Kreativität herstellen müssen. Einige befürchten, dass die Maßnahmen zu weit gehen und künstlerische Äußerungen unterdrücken könnten, die das Bildnis einer Person beinhalten.
Die Befürworter des DEFIANCE-Gesetzes sind jedoch der Ansicht, dass die Gesetzgebung einen wichtigen Meilenstein im Kampf für die Rechte auf Privatsphäre und persönliche Würde im digitalen Zeitalter darstellt. Mit dieser Entwicklung haben die Opfer von nicht einvernehmlicher Deepfake-Pornografie nun einen potenziellen rechtlichen Weg, um Gerechtigkeit zu erlangen.
Diese Gesetzgebung markiert einen bedeutenden Wandel in der Herangehensweise des Rechtsbereichs an die aufkommenden Probleme der Deepfake-Technologie. In dem Maße, wie die Technologie voranschreitet, müssen sich auch die Gesetze weiterentwickeln, um diesen neuen Herausforderungen zu begegnen. Das DEFIANCE-Gesetz scheint ein entscheidender Schritt in diese Richtung zu sein, da es den Schaden anerkennt, der durch den nicht einvernehmlichen Einsatz der Deepfake-Technologie in expliziten Inhalten entsteht, und den Opfern einen Rechtsbehelf bietet.
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