Wenn Sie sich vorstellen können, dass ein Kind frei über einen Topf mit Glitzerkleber verfügen kann, haben Sie eine ziemlich gute Vorstellung von den Szenarien, die sich ergeben können, wenn Maschinen das Steuer im Schreibprozess übernehmen. Wie im Fall der KI kann die geschickte Anwendung von Zeichensetzung und Satzstrukturierung zwar die Brillanz eines Absatzes hervorheben, aber ohne die Überwachung durch menschliche Sinne könnte das Endprodukt auch ein brillantes Durcheinander sein.
Damit soll das Wunder der künstlichen Intelligenz nicht geschmälert werden. Sie ist ein unglaublich hilfreiches Werkzeug, das die menschlichen Bemühungen in zahlreichen Bereichen ergänzt, und die Sprachverarbeitung ist da keine Ausnahme. Die Fähigkeit der künstlichen Intelligenz, Texte zu verbessern und umzuformulieren, ist bewundernswert, denn sie greift auf ihren riesigen Fundus an Sprachmustern, Redewendungen und Phrasen zurück, um Ihren Sätzen den begehrten Pfiff zu verleihen.
Die Vorliebe der KI für den Em Dash enträtseln
Aber unter den Sprachwerkzeugen, die KI verwendet, um Sätzen einen ästhetischen Touch zu verleihen, sticht eines besonders hervor - der em-Bindestrich. Und zwar so sehr, dass es fast so aussieht, als wäre es das Lieblingsinterpunktionszeichen der KI. Benutzer, die regelmäßig mit KI-Schreibwerkzeugen arbeiten, haben vielleicht schon oft den übermäßigen Gebrauch des em-Bindestrichs bemerkt, um zusammenhängende Gedanken zu verbinden oder bestimmte Punkte zu betonen. Aber ist das wirklich ein Grund zur Besorgnis?
Gegen die Verwendung von em-Bindestrichen ist zwar nichts einzuwenden, aber das Problem besteht darin, dass sie im Übermaß verwendet werden. Genau wie Glitzerkleber kann ein Satzzeichen attraktiv und nützlich sein, aber das bedeutet nicht, dass es das Hauptmerkmal eines jeden Satzes sein sollte. Ein hervorragender Text zeichnet sich oft durch eine ausgewogene Mischung verschiedener Satzzeichen aus, anstatt dass ein einziges die Show stiehlt.
Die Abhängigkeit der KI von Bindestrichen verstehen
Die meisten Menschen lieben die Abwechslung in ihrer Lektüre, und der übermäßige Rückgriff der KI auf Bindestriche kann dieses Element der Attraktivität leider stören. Aber warum neigt die KI dazu, sich so sehr auf dieses sprachliche Mittel zu stützen?
Aus rechnerischer Sicht sind Gedankenstriche eine praktische Methode, um zusammenhängende Gedanken zu verbinden. Sie sind vielseitig und ermöglichen es der KI, Komponenten wie Paare, Serien, Erklärungen oder Klammergedanken effizient zu einer zusammenhängenden Satzstruktur zu verbinden. Für eine Maschine, die mit Daten und festgelegten Mustern arbeitet, dient ein Gedankenstrich als praktisches Klebeband, mit dem Sätze geflickt und zu etwas Vorzeigbarem zusammengefügt werden können.
Ein wichtiger Punkt, der bei der KI oft übersehen wird, ist, dass es beim Schreiben nicht nur darum geht, Informationen zu präsentieren, sondern dass es sich dabei um eine Kunstform handelt, die Geschicklichkeit, Intuition und Kontextbewusstsein erfordert - Eigenschaften, die eine Maschine zwar bis zu einem gewissen Grad nachahmen, aber nicht wirklich beherrschen kann.
Schließlich geht es bei beeindruckenden Texten nicht um eine extravagante Syntax oder ein extravagantes Vokabular, sondern darum, die Bedürfnisse des Publikums zu verstehen und die Botschaft auf eine Weise zu vermitteln, die bei ihm ankommt. Glücklicherweise ist hier die menschliche Intelligenz der KI überlegen. Wir sind in der Lage, emotionale Feinheiten zu erkennen, kulturelle Anspielungen zu verstehen und zu beurteilen, ob die Verwendung eines Bindestrichs - oder eines Semikolons oder Doppelpunkts - die Attraktivität des Inhalts erhöht oder untergräbt.
Zweifellos kann die KI unseren Sätzen einen zusätzlichen Glanz verleihen, aber wie unser fantasievolles Kind mit dem Glitzerkleber muss sie sorgfältig überwacht und maßvoll eingesetzt werden. Andernfalls kann es passieren, dass wir von ihrem Glanz geblendet werden, anstatt das schöne Bild zu bewundern, das sie geschaffen hat.
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