Microsoft fügt seinem Assistenten mit künstlicher Intelligenz (KI), Copilot, eine neue Dimension hinzu. Dieser Schritt besteht darin, die Nutzer mit einem animierten Gesicht während der Konversation zu unterhalten. Es handelt sich um eine experimentelle Funktion mit dem Namen ‘Portraits’, die derzeit für ausgewählte Nutzer in den USA, Großbritannien und Kanada verfügbar ist. Die Porträts bieten eine breite Palette von 40 menschlichen Avataren, die alle während Echtzeit-Sprachdialogen einen natürlichen Gesichtsausdruck zeigen.
Das Copilot-Team hat die Portraits-Funktion entwickelt, nachdem es Feedback von einigen Nutzern erhalten hatte - Nutzer, die angaben, dass das Anhängen eines Gesichts an die Sprachkommunikation ihr Nutzererlebnis verbessern würde. Laut Mustafa Suleyman, dem KI-CEO von Microsoft, ermöglicht dieses einzigartige Angebot den Nutzern, einen Avatar auszuwählen und ihn mit einer Stimme zu kombinieren. Das ultimative Ziel ist es, verbale Dialoge mit Copilot persönlicher erscheinen zu lassen, was einen bedeutenden Unterschied zu den üblichen textbasierten Gesprächen darstellt.
Diese jüngste Entwicklung ist Microsofts kontinuierliches Bemühen, seinen KI-Chatbot für die Kommunikation attraktiver zu machen. Obwohl sie nicht die erste ihrer Art ist, geht sie einer ähnlichen Funktion, ‘Copilot Appearances’, voraus, die im Juli angekündigt wurde. Portraits unterscheidet sich jedoch durch seine menschenähnlichen Avatare im Gegensatz zu den animierten Avataren des letzteren.
Abgesehen von der Einführung freundlicher Gesichter ist die Innovation hinter den Kulissen sehr techniklastig. Sie nutzt VASA-1, ein von Microsoft Research entwickeltes High-End-KI-Tool. Damit kann Copilot in Echtzeit visuelle KI-Diskussionen mit Nutzern führen. Folglich kann Copilot natürliche Gesichtsausdrücke, Kopfbewegungen und Lippensynchronität anhand eines einzigen Bildes genau widerspiegeln, ohne dass eine komplexe 3D-Modellierung erforderlich ist.
Auf der Suche nach einer interaktiveren KI-Erfahrung ist Microsoft nicht allein. Der konkurrierende KI-Anbieter X hat bereits 3D-Avatare für seinen Chatbot Grok eingeführt, darunter eine von Animes inspirierte KI-Freundin. Microsoft geht bei der Einführung von Portraits jedoch vorsichtig vor, um mögliche schädliche Interaktionen zwischen Nutzern und KI zu vermeiden - und erinnert damit an die Probleme, mit denen konkurrierende Chatbots wie Character.AI zu kämpfen haben.
Microsoft versicherte den Nutzern, dass die Sicherheit bei der Erstellung der Porträts im Vordergrund stand. In den Worten des Unternehmens: “Jedes Porträt ist absichtlich stilisiert und nicht fotorealistisch, um Ihnen visuelle Abwechslung zu bieten und gleichzeitig die gleiche vertrauenswürdige Copilot-Intelligenz und Sicherheitsfunktionen zu bieten, auf die Sie sich verlassen.” Derzeit ist die Funktion nur für eine begrenzte Anzahl von Nutzern ab 18 Jahren verfügbar. Weitere Maßnahmen sind Sitzungs- und Tageszeitlimits für die Interaktion mit detaillierten Indikatoren, die anzeigen, dass man mit der KI-Technologie interagiert.
Microsofts Streben nach einem interaktiveren und persönlicheren KI-Erlebnis ist in der Tat ein fantastischer Schritt auf dem KI-Markt. Bei der Verbesserung dieser Funktionen werden die Nutzer jedoch genau darauf achten, wie sie das Gleichgewicht zwischen Konversationsgefühl und Sicherheit halten.
Quelle des Artikels: The Verge.